Glossar
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SAMMELURKUNDE
Urkunde, die eine größere Zahl von Wertpapieren repräsentiert. Sammelurkunden vereinfachen die Verwaltung und Verwahrung.
 
SCHLUSSABRECHNUNG
Endabrechnung
 
SCHLUSSKURS
(Closing) Letzter Kurs für ein Wertpapier am Ende der Börsehandelszeit ( Anfangskurs).
 
SCHREIBEN
(Ausstellen) Anderer Begriff für das Eingehen einer Short Position.
 
SCHULDVERSCHREIBUNG
Sammelbegriff für festverzinsliche Wertpapiere ( Anleihen).
 
SECONDARY OFFERING
Wenn weitere Aktien eines bereits börsenotierten Unternehmens angeboten werden und über die Börse verkauft werden sollen.
 
SEKUNDÄRMARKT
Bezeichnung für den Markt, auf dem sich die Wertpapiere in Umlauf befinden. Speziell ist damit die Börse gemeint.
 
SEKUNDÄRMARKTRENDITE
Aus den einzelnen Renditen der am Sekundärmarkt umlaufenden Forderungspapiere wird regelmäßig eine durchschnittliche Sekundärmarktrendite ermittelt.
 
SENSITIVITÄTSFAKTOREN
(Greeks) Geben in absoluten Zahlen an, um wieviel sich der Optionspreis oder ein Bestandteil des Optionspreises verändert, wenn sich die Einflußfaktoren auf den Optionspreis um eine Einheit verändern. Insgesamt gibt es fünf Sensitivitätsfaktoren, die mit griechischen Buchstaben gekennzeichnet sind: Delta, Gamma, Theta, Vega und Rho.
 
SETTLEMENT
Abwicklung
 
SETTLEMENT-PREIS
Abwicklungspreis
 
SHORT-POSITION
Eine Short Position entsteht entweder am Kassamarkt durch Verkauf eines Wertpapiers ohne entsprechende physische Deckung ( Leerverkauf), oder am Terminmarkt durch eine Position, die man eingeht, wenn man Futures oder Optionen verkauft. Gegenposition: Long Position.
 
SICHERHEIT
Die Erhaltung des angelegten Vermögens. Die Sicherheit einer Kapitalanlage hängt von den Risiken ab, denen sie unterworfen ist. Hierzu zählt z.B. die Bonität des Schuldners, das Kursrisiko, das Währungsrisiko und die politische Stabilität des Anlagelandes.
 
SLOVAK TRADED INDEX
STX
 
SONSTIGER WERTPAPIERHANDEL
Dritte börserechtliche Zulassungsform der Wiener Börse. Im Gegensatz zum Amtlichen Handel und Geregelten Freiverkehr gelten keine besonderen Zulassungsvoraussetzungen ( Zulassungsverfahren) sowie keine Publizitätsvorschriften.
 
SPECIALIST
Spezieller Marktteilnehmer, der die Aufgabe hat, während der gesamten Börsezeit verbindlich kompetitive Kauf- und Verkaufskurse zu stellen. Specialists überbrücken temporäre Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage, verringern die Spanne zwischen Geld- und Briefkurs und sorgen für eine intensivere Betreuung und Vermarktung der gelisteten Titel.
 
SPECIALIST MARKET
Am Specialist Markt, dem Mid-Cap-Segment des Austrian Equity Market, werden jene Aktien notiert, die zum Amtlichen Handel zugelassen sind, nicht im ATX enthalten sind und von einem Specialist betreut werden.
 
SPESEN
(Transaktionskosten) Beim Kauf von Wertpapieren fallen Spesen an, die von der Bank für die Durchführung von Börsegeschäften für ihre Kunden berechnet werden und zwischen 0,75 Prozent und 3 Prozent des An- bzw. Verkaufspreises beim An- und Verkauf von inländischen Anleihen, Aktien oder Derivaten betragen. Gesetzliche Tarife oder Vereinbarungen für diese Spesen gibt es nicht, die Höhe der Spesen, die auch die Börseumsatzsteuer enthalten, wird von den Banken festgelegt. Weiters sind für das Wertpapierdepot bei der Bank Depotgebühren zu bezahlen.
 
SPREAD
Kursunterschied zwischen Geldkurs und Briefkurs.
 
SPREADS
Kombinierte Optionsstrategien, Bear Spread und Bull Spread.
 
ST
Abkürzung für Stammaktie.
 
STAMMAKTIE
(ST) Aktien, die alle Rechte gewähren, die einem Aktionär zustehen. Dies sind vor allem Vermögensrechte und Mitspracherechte.
 
STANDARDKOMBINATION
Kombinierter Auftrag
 
STILLHALTER
Der Stillhalter einer Option hält eine Short-Position. Beim Call hat er die Verpflichtung, den Basiswert zum festgelegten Ausübungspreis zu verkaufen, falls der Inhaber die Option ausübt. Beim Put muß er den Basiswert kaufen, falls der Inhaber die Option ausübt Gegenposition: Inhaber.
 
STIMMRECHT
Recht des Aktionärs, in der Hauptversammlung für oder gegen gestellte Anträge zu stimmen. Eine Aktie verbrieft üblicherweise ein Stimmrecht.
 
STOP LIMIT ORDER
Eine Stop Limit Order ist dadurch gekennzeichnet, daß sie, sobald das vorgegebene Preislimit (Stop Limit) erreicht ist, automatisch als limitierter Auftrag in das Auftragsbuch gestellt wird.
 
STOP MARKET ORDER
Eine Stop Market Order ist dadurch gekennzeichnet, dass sie, sobald das vorgegebene Preislimit (Stop Limit) erreicht ist, automatisch als Bestensauftrag in das Auftragsbuch gestellt wird.
 
STOP ORDERS
Mit Xetra ist die Eingabe von zwei Typen von Stop Orders möglich, deren Ausführung nach Erreichen eines bestimmten Preislimits (Stop Limit) einsetzt: Stop Market Orders und Stop Limit Orders. Stop Orders sind zusätzliche Instrumente zur Risikobegrenzung.
 
STRADDLE
Kombinierte Optionsstrategie, die durch gleichzeitigen Kauf (=Long Straddle) oder Verkauf (=Short Straddle) eines Call und eines Put mit gleichen Ausübungspreisen und Laufzeiten gebildet wird.
 
STRANGLE
Kombinierte Optionsstrategie, die durch gleichzeitigen Kauf (=Long Strangle) oder Verkauf (=Short Strangle) eines Call und eines Put mit unterschiedlichen Ausübungspreisen und gleichen Laufzeiten gebildet wird.
 
STREUBESITZ
Anteil der Aktien, der sich an der Börse im Umlauf befindet und auf eine Vielzahl von Anlegern aufgeteilt ist.
 
STREUBESITZFAKTOR
(Free Float Factor) Dient der individuellen Anpassung der Gewichtung einer Aktie in einem Index, entsprechend ihrem Streubesitz.
 
STRIKE PRICE
Ausübungspreis
 
STÜCKAKTIE
Quotenaktie
 
STÜCKNOTIERUNG
Bei Beteiligungspapieren übliche Angabe des Kurses in ATS pro Wertpapier  ( Prozentnotierung).
 
STÜCKZINSEN
Anteiliger Kupon seit der letzten Kuponzahlung, der dem Verkäufer einer Anleihe zusteht.
 
STX
(Slovak Traded Index) Von der Wiener Börse entwickelter und real-time ( Real-Time-Index) berechneter Preisindex, der aus slowakischen Blue-Chip-Aktien besteht. Startwert des STX ist 1.000 per 15. Juli 1996.
 
SWAP
Englische Bezeichnung für Tausch. Drei Grundarten lassen sich unterscheiden: Zins-Swaps, Währungs-Swaps, kombinierte Zins- und Währungs-Swaps. Die Partner tauschen dabei Zahlungsverpflichtungen, wobei feste Zinszahlungen gegen variable getauscht oder Kredite in verschiedenen Währungen ausgetauscht werden.
 
SYNTHETISCHE POSITION
Eine durch Kombination von Basiswert-, Futures- und/oder Optionspositionen nachgebildete Grundposition. Long Call kombiniert mit Short Put (=synthetisiert) Long Basiswert.